Zentraler Kabelkanal im Hauptstadtflughafen stellt Risiko dar

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Kabeltrasse am BER

Die Pannenserie um den Bau des neuen Hauptstadtflughafens reißt nicht ab. Wie jetzt bekannt wurde, sind die Kabeltrassen, die unter dem Terminal des Flughafens verlegt wurden, überbelegt. Bei vollem Betrieb des Flughafens besteht die Gefahr, dass die Kabel durchschmoren könnten.

Kabeltrasse am BERAm Wochenende berichteten mehrere Medien darüber, dass beim Bau des neuen Berliner Flughafens eine weitere schwere Panne entdeckt wurde. Es wurde festgestellt, dass die Kabeltrassen, die unter dem Flughafenterminal verlegt wurden, überbelegt sind und somit nicht in Betrieb genommen werden können. Techniker berechneten, dass die Leitungen in dem ungefähr 800 Meter langen Kabelkanal bei vollem Flughafenbetrieb durchschmoren könnten. Dies würde Kurzschlüsse zur Folge haben, die den gesamten Flugbetrieb auf dem neuen Hauptstadtflughafen lahmlegen könnten. Eine Arbeitsgruppe sucht fieberhaft eine Lösung. Ein TÜV-Berater erklärte, dass die Inbetriebnahme des Flughafens unter diesen Umständen eine grob fahrlässige Handlung wäre. Die Kabel könnten während des Betriebes auf eine Temperatur von 70 Grad Celsius erhitzen, sodass die Ummantelung der Kabel schmelzen kann.

Die Dauer der Umbauarbeiten ist völlig unklar

Aktuell wird durch Spezialisten geprüft, wie die am stärksten belasteten Kabel, auf eine ungefährliche Temperatur heruntergekühlt werden können. Sollte dies nicht realisierbar sein, dann bedeutet dies, dass die Kabel entfernt und neu verlegt werden müssen. Eine Planung für Ersatzkabeltrassen existiert jedoch noch nicht. Weder der Zeitraum der Umbauarbeiten noch die Höhe der damit verbundenen Kosten können abgeschätzt werden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die für das Jahr 2015 geplante Eröffnung des Flughafens erneut verschoben werden muss.

Foto: © fotoknips – Fotolia.com

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