Wannsee-Flugrouten wegen Atomreaktoren gestrichen

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Gemeinden und Anwohner konnten am Mittwoch einen Erfolg im Bezug auf die Flugrouten des neuen Berliner Hauptstadtflughafens erreichen. Die Flugroutenfestlegung für die kurze Wannseeroute wurde im Zuge des Verfahrens angefochten. Die Bedenken des Gerichtes: Die Flugrouten führen zu nahe an einem Foschungsreaktor vorbei. Zudem seien die möglichen Gefahren, die der Reaktor darstellen könnte, nicht genügend ermittelt worden. So sei nicht das Risiko geprüft worden, inwieweit bei ein Flugunfall oder ein terroristischer Anschlag auf den Reaktor leicht möglich wäre und ob dadurch die Gefahr des Austritts ionisierter Strahlung bestehe.

 

Weiterer Aufklärungsbedarf wegen möglicher Umweltschädigungen

Doch nicht allein das Risiko des Reaktors spielte eine wichtige Rolle. Die Deutsche Umwelthilfe beschwerte sich so zusätzlich noch im Bezug auf die Flugroutenfestlegung, dass die Umweltverträglichkeit nicht geprüft worden sei. Der 11. Senat trennte das Verfahren jedoch von der Klage ab, da es weiteren Klärungsbedarf bei dieser Frage gebe. Die Option für eine Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht wurde jedoch offen gehalten. Andere Punkte der Klage gegen die Flugroutenfestlegung wurden wie zum Beispiel der auch angeführte Fluglärm spielten bei dem Prozess aufgrund des Reaktors ebenfalls keine Rolle mehr. Die Klage von den Gemeinden Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow, der Deutschen Umwelthilfe und einigen Anwohnern beim Oberverwaltungsgericht eingereicht. Es ist der erste Prozess, der aufgrund des Berliner Hauptstadtflughafens BER stattgefunden hat.

Neuausschreibung wegen Gebäudetechnik innerhalb des Terminals möglich

Dass damit längst nicht alle Probleme gelöst sind, zeigt eine mögliche neue Verschiebung des Eröffnungstermins des Flughafens. So soll für den Umbau der Gebäudetechnik im Terminal angeblich eine Neuausschreibung des Auftrages erfolgen. Abbrucharbeiten sollen allerdings deswegen nicht vorgenommen werden. Derzeit stammt die Gebäudetechnik von Siemens und Bosch. Ein Sonderausschuss im Berliner Landtag soll sich mit dem Projekt beschäftigen.

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