Mehdorn: Erweitertes Nachtflugverbot gefährdet Airport BER

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Nachtlfugverbot am Flughafen BER

Nachtlfugverbot am Flughafen BERDer Streit um den Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg geht in eine neue Runde. Eingeläutet wurde sie von BER-Chef Hartmut Mehdorn. Ungewöhnlich scharf kommentierte er die Auseinandersetzungen um das Nachtflugverbot. In einem Interview der „Bild am Sonntag“ nannte er die geplante Ausweitung überzogen und stellte sogar die Fertigstellung des Flughafens infrage, sollte sie realisiert werden. Nach einem erfolgreichen Volksbegehren setzt sich die Landesregierung Berlin-Brandenburg dafür ein, eine nächtliche Flugpause von 22 Uhr bis 6 Uhr festzuschreiben. Bisher ist das Nachtflugverbot auf fünf Stunden begrenzt.

Mehdorn fordert internationale Standards

Wie gewohnt nahm Mehdorn kein Blatt vor dem Mund. Er verglich die Situation am BER mit anderen internationalen Flugplätzen, die keine Ruhezeiten kennen, und bezweifelte die zukünftige Konkurrenzfähigkeit des im Bau befindlichen Berliner Airports. „Eine Ausweitung des nächtlichen Flugverbots halten wir nicht für erforderlich. Sollte es dennoch dazu kommen, dann hätte man diesen Flughafen gar nicht bauen müssen“, stellte er fest. Die genehmigten Schallschutz-Maßnahmen hält er für vorbildlich und das deutsche Baurecht für „völlig überreguliert“.

Berlin-Brandenburg unterstützt Bürgerinitiative

Heftige Reaktionen auf Mehdorns Äußerungen ließen nicht lange auf sich warten. Seine Kritik wurde von den Sprechern der Bürgerinitiative und des Berliner Senats zurückgewiesen. Verärgert zeigte sich der Brandenburger Finanzminister Christian Göhrke (Linke) und forderte vom BER-Chef mehr Respekt vor dem Ergebnis des Volksbegehrens. Brandenburg ist einer der drei Anteilseigner des Flughafens und inzwischen in einer schwierigen Situation. Im Gegensatz zu den beiden anderen Flughafen-Eigentümern, dem Bund und dem Land Berlin, will das Land die Forderungen der Bürgerinitiative Friedrichshagen umsetzen.

Foto: © Toniguillem – Fotolia.com

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