Gericht bestätigt Flugrouten über den Müggelsee

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Flugrouten über den Müggelsee

Flugrouten über den MüggelseeWeil die Flugsicherung nicht geprüft habe, ob und wie die Flüge die Umwelt belasten, hatten Anwohner und Naturschutzverbände Klage eingereicht. Bestätigt wurde die Flugstrecke vom zukünftigen „BER-Hauptstadt-Flughafen“ über den Müggelsee vom Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG). Der Vorsitzende Richter war der Meinung, dass lediglich beim Bau eines Flughafens eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nötig sei. Jedoch nicht bei der Festlegung der Flugrouten.

Die Verhandlung blieb spannend bis zum Schluss. Erst zu diesem Zeitpunkt war erkenntlich, in welche Richtung das Urteil gehen wird. Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) (welches die Flugroute festlegte), stritt sich mit den Gegnern der Müggelseeroute.

Die Gegner sind der Meinung, dass diese Flüge die Umwelt belasten und reichten Klage ein, weil keine Umweltverträglichkeitsprüfung vom BAF vollzogen wurde. Hauptsächlich ging es bei der Verhandlung darum, ob eine sogenannte UVP durchgeführt hätte werden müssen. Das Bundesaufsichtsamt war nach wie vor der Meinung, dass diese nicht nötig gewesen sei, weil die Umweltauswirkungen bereits im Planfeststellungsbeschluss untersucht worden sind.  Die Verhandlung ging übrigens über zwei Tage.

Die Gegner bestanden aus der Friedrichshagener Bürgerinitiative (FBI), aus Bürgervereinen und aus dem Berliner Landesverband des Naturschutzbundes Deutschland (NABU). Nach dem Flughafen-Koordinator der Landesregierung von Brandenburg gebe es keine Auswirkungen auf die Umwelt.

Herrscht Ostwind, sollen pro Tag 122 Flugzeuge über den Wannsee fliegen. Bei einem ähnlichen Fall im Januar 2013 entschied das Oberverwaltungsgericht für die Anwohner des Wannsees. Hierbei ging es aber nicht um die Umweltbelastung, sondern um die Angst eines terroristischen Anschlags oder Flugunfalls.

 

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