Flugrouten: Neuer Ärger mit der EU

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Dem Pannenflughafen BER droht neues Ungemach. Noch liegt der Flughafengesellschaft zwar noch kein offizielles Schreiben der EU-Kommission vor, jedoch zieht diese wohl nach Angaben der Nachrichtenagentur „dapd“ ein Vertragsverletzungsverfahren bezüglich der Flugrouten in Betracht. Die Kritik richtet sich gegen die am 26. Januar 2012 beschlossenen Flugrouten, die in erheblichem Maße von den im Planfeststellungsverfahren angegebenen Trassen abweichen.

Aus Brüssel droht neuer Ärger wegen Flugrouten am BER

Konkret moniert die EU-Kommission, dass die Routen über Natur- und Vogelschutzgebiete führen, besonders das Gebiet um den Müggelsee im Osten Berlins steht im Fokus. Hier würden Vögel wie Weißstorch, Fischadler oder Kranich gefährdet und andererseits erhöhe sich so die Gefahr von Vogelschlag. Wowereit weist aber darauf hin, dass diese Brüsseler Kritik sich nicht gegen die Flughafengesellschaft richte, sondern gegen das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung, in dessen Resort die Festlegung von Flugrouten fällt. Wenn möglich, sei er aber durchaus bereit, eine Nachbesserung der Flugrouten in Betracht zu ziehen.

Über die Flugrouten des neuen Flughafens wurde sowohl in Berlin als auch in Brandenburg schon länger sehr kontrovers diskutiert. So regte sich auch gegen die geplante Route bei den Bewohnern des Müggelsee-Gebiets Widerstand. Die Grünen vermuten einen bewussten Rechtsbruch. Da die geänderten Routen nicht mehr gesondert auf Natur- und Umweltbelastungen geprüft worden seien, unterstellt der Grünen-Abgeordnete Michael Cramer, man wolle so Kosten sparen und Widerstände in der Bevölkerung vermeiden.

Foto: O. Fischer  / pixelio.de

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