Flugrouten am Flughafen BER sorgen für neuen Ärger

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Die Lärmbelästigung wird nach Aussagen einer Bürgerinitiative mehr Anwohner am Müggelsee und Wannsee betreffen als angenommen. Deutsche Flugsicherung (DFS) erweitert die Sicherheitskorridore.

Um die „Flugrouten“ war es lange Zeit ruhig geworden. Doch nun erhielt die Problematik neuen Zündstoff. Der Friedrichhagener Bürgerinitiative (FBI) liegt eine Karte mit Flugkorridoren vor, in der ersichtlich wird, dass die am 26. Januar festlegten Flugrouten erweitert wurden.  Viele Bürger, die bisher der Annahme waren, vom Fluglärm verschont zu bleiben, fühlen sich nun auch betroffen.

Als sogenannte „Fluglärmerweiterungsgebiete“ sind das Allende-Viertel in Köpenick, Mahlsdorf, große Teile Zehlendorfs sowie Dahlems und sogar der Spandauer Ortsteil Kladow eingetragen. Anders als im Jahre 2006 verabschiedeten Landesentwicklungsplan, werden nun auch stark besiedelte Gebiete versträkt überflogen. Insgesamt sind schätzungsweise1,5 Millionen Berliner entlang der Müggelseeroute im Südosten Berlins sowie an der Wannseeroute im Südwesten direkt vom Fluglärm betroffen.

Die erweiterten Flugkorridore sind im Bezirk Steglitz-Zehlendorf besonders weitgefasst. Fast der gesamte Stadtbezirk wird betroffen sein. Auch wenn viele Spandauer die Schließung des Flughafen Tegel kaum noch erwarten können, dürfen die Ortsteile Gatow und Kladow weiterhin überflogen werden. Im Südwesten Berlins liegen nun der Süden Potsdams, Großbeeeren und Ludwigsfelde im Abflugkorridor.

In der Onlineausgabe der Berliner Morgenpost am Sonnatg bestätigte Axel Raab, Sprecher der Deutschen Flugsicherung, dass es eine Verbreitung der Sicherheitskorridore beschlossen wurde. Die erweiterten Bereich werden nur im Notfall überflogen, versicherte Raab. Gründe können Wettereignisse wie Gewitter mit starken Winden oder ein ausgefallenes Triebwerk sein. In solch einem Fall kann der Pilot von der vorgesehen Route abweichen.

Großdemo gegen Nachtflüge

Nicht nur die Flugrouten-Debatte lässt die Gemüter kochen. Nach dem gescheiterten Volksbegehren in Berlin für ein Nachtflugverbot, liegt die Hoffnung der Iniatoren bei den Brandenburgern. 139.129 Unterschriften reichten in Berlin nicht aus. Bis zum 3. Dezember haben die Brandenburg Zeit, noch 80.00 Unterschriften zu sammeln. Aktuell sind es knapp 50.000. Eine Demo gegen Nachtflüge ist hingegen in Berlin für den 24. November um 14 Uhr geplant. Die geplante Route führt vom Potsdamer Platz zur SPD-Zentrale an der Wilhelmstraße.

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