Flughafen BER – noch langwieriger und noch teurer?

Die endgültigen Kosten für den neuen Berliner Flughafen sind nach Ansicht der Bundesregierung noch nicht absehbar. Das ist das Ergebnis einer Anfrage der Bundestagsfraktion der GRÜNEN. In der schriftlichen Antwort der Regierung heißt es, bei einem Projekt dieser Größenordnung und Komplexität bestehe „insbesondere durch zeitliche Verzögerungen“ immer ein Kostenrisiko. Weiter spricht sich die Bundesregierung dagegen aus, eine Kostenobergrenze festzulegen. Eine solche Deckelung sei kontraproduktiv für die betriebs- und leistungsfähige Realisierung des Flughafens.

© PhotographyByMK - Fotolia.com

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Nach jetzigem Planungsstand soll der BER im zweiten Halbjahr 2017 in Betrieb gehen. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zeigte sich in einem Gespräch mit der Berliner Morgenpost optimistisch, dass dieser Zeitrahmen eingehalten werden könne. Damit widersprach er einem Bericht der Bild am Sonntag, die aus internen Unterlagen von weiteren Verzögerungen erfahren haben will. Dies liege zum einen an neuen Brandschutzproblemen, zum anderen am Auslaufen der Baugenehmigung für das Terminal im November 2016, so die Bilder am Sonntag.

Um den Weiterbau nicht zu gefährden, solle die Bauordnung nun so geändert werden, dass eine Genehmigung unbefristet gelte. Ein Sprecher der Brandenburger Landesregierung bestätigte zwar eine entsprechende Novelle im Baurecht, wies aber jeden Zusammenhang mit dem Berliner Flughafen zurück.

Die GRÜNEN, die die kleine Anfrage im Bundestag eingereicht hatte, kritisierten die Antwort der Bundesregierung. Auch Jahre nach der verpatzten Eröffnung könne und wolle diese nichts zur Perspektive des „peinlichsten Flughafens der Welt“ sagen, so Fraktionsvize Oliver Krischer.

Quelle: RBB Online

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