BER-Eröffnung: Optimismus bei den Gesellschaftern

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Entgegen der allgemeinen Überzeugung und trotz weiter bestehender Risiken, halten die Betreiber des neuen Großflughafens für den Berliner Raum an dem geplanten Eröffnungstermin im Oktober 2013 fest. Dies ist in Kürze das Ergebnis des aktuellen Expertentreffens zum Flughafen BER.

Bereits am 30. Oktober 2011 sollte der neue Großflughafen BER in Schönefeld in Betrieb gehen und im Gegenzug der letzte verbliebene Berliner Flughafen in Tegel geschlossen werden. Der zweite geplante Eröffnungstermin am 3. Juni 2012 musste ebenfalls kurzfristig abgesagt werden, da die Überprüfung der Brandschutzanlage Mängel bei der Zusammenarbeit einzelner Komponenten aufdeckte, die von unterschiedlichen Herstellern stammen. Diese Probleme sind bis heute ungelöst, obwohl die beteiligten Firmen Bosch und Siemens jeweils die einwandfreie Funktion der von ihnen gelieferten und bereits montierten Bestandteile der Brandschutzanlage beteuern.

Bei einem Expertentreffen am Dienstag vor der Weihnachtspause, trafen sich hochgestellte Vertreter der Politik mit einer Abordnung der Firmen Siemens und Bosch, die für die wesentlichen Teile der Brandschutzanlage verantwortlich sind. Nach dieser Krisensitzung, deren Eröffnung ebenfalls dreimal verschoben werden musste, verlautete aus Teilnehmerkreisen, dass der Starttermin für den Flugbetrieb in Schönefeld, am 27. Oktober 2013, derzeit nicht in Frage gestellt wird. Bestätigt wurde allerdings auch, dass eine Lösung der Probleme beim Brandschutz bislang nicht festgestellt werden konnte. Als nächster Meilenstein ist in dieser Sache das Ergebnis der Auswertung von Rauchgasversuchen zu sehen, das bis Ende Februar 2013 vorliegen und die Funktionsfähigkeit der Brandschutzanlagen nachweisen soll. Gelingt dies nicht, dann dürfte auch der BER-Eröffnungstermin im Oktober 2013 platzen.

Im Januar 2013 wird der Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses zum BER-Debakel erneut zusammen kommen. Für dessen Arbeit sind derzeit hunderttausende Blätter umfassende Aktenberge unterwegs, für deren Anfertigung und Transport allein 100.000 Euro eingeplant sind.

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