Anfang 2015 geht das Geld für den BER aus

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Flughafen BER

Das Chaos rund um den Berliner Flughafen BER scheint nicht enden zu wollen. Brandenburgs Landtag traf die BER-Aufsichtsratsmitglieder am Montagabend zur Anhörung. Ergebnis: Im ersten Quartal 2015 sollen alle Finanzreserven aufgebraucht sein. Hartmut Mehdorn hatte aber noch andere Sorgen.

Flughafen BER

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Kostensteigerungen und kein Ende in Aussicht

4,2 Milliarden Euro soll der Flughafen bisher kosten, nun forderte der ehemalige Bahnchef Mehdorn weitere 1,1 Milliarden, unter anderem für Brand- und Schallschutz. Der Aufsichtsrat sieht diese Forderung aber als nicht ausreichend begründet. Es fehle schlicht ein korrekter Finanzierungsplan, erläuterte Flughafenstaatssekretär Rainer Bretschneider. Der Aufsichtsrat ist der Meinung, zunächst solle versucht werden, Kredite von Banken für die Finanzierung zu bekommen. Mehdorn plante bisher Ende 2014 einen Kosten- und Zeitplan vorzulegen, dem Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) geht das aber nicht schnell genug. Bis Mitte September, noch vor der Landtagswahl, soll ein präziser Plan vorliegen. Mehdorn hatte kürzlich die Weiternutzung des alten DDR-Zentralflughafen Schönefeld-Alt vorgeschlagen, um den Problemen mit einem Regierungsterminal entgegen zu wirken, dieser Vorschlag wurde aber durch den Bund abgelehnt.

Hartmut Mehdorn verlässt die Sitzung unerwartet

Als gäbe es nicht genug Probleme, verließ Mehdorn am Montagabend noch vor Beginn die Ausschusssitzung wieder, weil er einen ehemaligen, inzwischen gefeuerten Mitarbeiter entdeckte: Harald Siegle, bis vor kurzem noch Chef des Immobilien-Management des Flughafens. Nach einem Brandbrief hatte Mehdorn ihn entlassen. Nun tauchte er – nach eigener Aussage – als Zuschauer auf der Sitzung auf. Es sind Vorfälle wie dieser, die die Frage aufwerfen, ob am Flughafenbau mit der notwendigen Ernsthaftigkeit gearbeitet wird. Politik und Flughafengesellschaft behindern sich weiter gegenseitig.

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