Start der Unterschriftensammlung im Herbst für Tegel-Offenhaltung

Start der Unterschriftensammlung im Herbst für Tegel-Offenhaltung

Schon seit Jahren wundern sich viele Berliner und insbesondere die Verkehrspolitiker und Unternehmen über so manches Stück- und Flickwerk in Berlin: Funktionierende Verkehrsdrehscheiben wie der Berliner Bahnhof Zoo werden teilweise abgekuppelt, der zentral gelegene und bewährte Flughafen-Tegel soll 6 Monate nach Inbetriebnahme des neuen Teils von Berlin-Schönefeld geschlossen werden.

Dagegen wehrt sich die Initiative „Berlin braucht Tegel“: Im Herbst sollen alle wahlberechtigten Berlinerinnen und Berliner bei einer Volksabstimmung die Gelegenheit bekommen, ihren politischen Willen auszudrücken. Der Verein hat mehr als 23.500 Unterschriften gesammelt, womit sich das Berliner Abgeordnetenhaus nunmehr mit dem Thema noch einmal eingehend befassen muss!

Bis zur für den Herbst vorgesehenen Abstimmung ist es ein relativ kurzer Weg: Der Verein braucht lediglich 175.000 Unterschriften, um ein Volksbegehren zur Abstimmung stellen zu können. Angesichts der langen Reisezeiten zwischen der Innenstadt West-Berlins – wie beispielsweise den Stadtbezirken rund um Charlottenburg – und dem neuen Flughafen in Brandenburg ist Tegel für viele Freizeitreisende und Geschäftsleute die bequemere, angenehmere Alternative. Er ist in weniger als 20 Minuten mit Bus, Taxi oder Auto erreichbar und beeindruckt noch heute durch seine Architektur und die kurzen Wege.

Neben engagierten Privatleuten unterstützt auch die FDP Berlin das Volksbegehren und sieht es auch als Chance den rot-schwarzen Senat zu mehr Pragmatismus und Bürgernähe zu bringen. Viele Behauptungen der Flughafen-Schließer von Tegel seien falsch und basieren auf Rechtsgrundlagen, die in einem freiheitlich-demokratischen Staat auch geändert bzw. angepasst werden können.

Bis zum Herbst bleibt es auf alle Fälle spannend, neben den Wahlen zum Abgeordnetenhaus wird der Pannenflughafen BER und seine bewährten Alternativen wieder einmal jede Menge Material für spannende politische Auseinandersetzungen zum Wohl der Menschen mit sich bringen.

Quellen: Berliner Zeitung und Berliner Morgenpost

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