Die rechtlichen Aspekte bei verpassten Anschlussflügen

Verpasster Anschlussflug

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Sowohl berufliche als auch private Reisen sind mit dem Flugzeug besonders komfortabel realisierbar. Allerdings kann das Verpassen des Anschlussflugs ein Ärgernis darstellen, das mit einer Reihe von anschließenden Problemen verbunden sein kann. So sind nicht selten versäumte Termine oder die Notwendigkeit einen zusätzlichen Urlaubstag nehmen zu müssen die Folge. Falls der Anschlussflug verpasst wurde, hat der Fluggast jedoch festgelegte Rechte, die unter anderem verschiedene finanzielle Entschädigungen beinhalten. Es gilt jedoch einige wichtige Informationen zu haben, um die zugehörigen Fristen einhalten zu können und dank fachkundiger Unterstützung die jeweiligen Entschädigungen auch wirklich zu erhalten.

Welche Ansprüche sind den Fluggästen rechtlich zugesichert?

Die Gründe für das Verpassen eines Anschlussflugs können sehr unterschiedlich sein. So können beispielsweise gestrichene Teilflüge oder verspätete Abflugzeiten aufgrund technischer Probleme den uneingeschränkten Flugverkehr behindern.

Generell hat jeder Fluggast, der wegen Fremdverschulden seinen Flug verpasst und deswegen mit insgesamt mehr als drei Stunden Verspätung sein Ziel erreicht, das Recht auf eine sogenannte Ausgleichszahlung.

Die Höhe einer solchen Ausgleichszahlung richtet sich nach verschiedenen Faktoren. Eventuelle Verspätungen eines einzelnen Teilflugs gehen hingegen nicht automatisch mit einer Ausgleichszahlung einher. Trotzdem hat der Fluggast auch bei einzeln gebuchten Flügen Anspruch auf Entschädigung. Bei einer verzögerten Abreise von wenigen Stunden muss die entsprechende Fluggesellschaft zum Beispiel für Speisen und Getränke aufkommen. Wenn ein Flug wegen einer überbuchten Maschine oder einem anderen Problem kurzfristig komplett gestrichen wird, müssen zudem Unterkünfte sowie (ähnlich wie bei Flugverspätungen) eventuell ein pauschalisierter Schadensersatz erstattet werden. Die Summe des Schadensersatzes orientiert sich dabei an den jeweiligen Entfernungen und kann in der Regel bis zu 600 Euro betragen.

Wichtige Hinweise, um Entschädigungsansprüche geltend machen zu können

Damit die jeweiligen Entschädigungen beim Fluggast ankommen, müssen gewisse zeitliche Fristen eingehalten werden. In diesem Zusammenhang muss darauf hingewiesen werden, dass die Frist für die Einklage der Entschädigung nicht einheitlich geregelt ist. Innerhalb Europas gibt es zum Teil sehr unterschiedliche Bestimmungen:

  • In Deutschland ist der Anspruch auf eine ausgleichende Zahlung nach drei Jahren verjährt.
  • In Spanien bzw. in Katalonien kann das Anrecht auf Entschädigung hingegen in einem Zeitraum von bis zu zehn Jahren geltend gemacht werden. Diese beiden Beispiele verdeutlichen die enormen Unterschiede der gesetzlichen Fristen.
  • Ein Sonderfall stellt ein Streik des Personals dar. So haben Passagiere keinen Anspruch auf Entschädigung, wenn der Flieger wegen eines Streiks nicht rechtzeitig starten kann.
  • Ähnliche, für die Fluggesellschaft nicht vermeidbare Unwägbarkeiten, wie ein Radarausfall, können ebenfalls den Anspruch auf ausgleichende Zahlungen ausschließen.

Um was für eine Art von Flug es sich handelt, ist aber bei sämtlichen Ansprüchen in Bezug auf Schadensersatz und Ausgleichszahlungen vollkommen irrelevant. Demzufolge haben die Kunden einer Premium-Airline exakt die gleichen Rechte wie die Gäste eines Billigfluges. Als Beweis für den Anspruch auf Schadensersatz können unter anderem die jeweiligen Flugtickets dienen. Die entsprechenden Dokumente sollten also in jedem Fall aufbewahrt und anschließend zusammen mit einer passenden Forderungsstellung eingereicht werden.

Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen

Bei Fragen oder Unklarheiten stehen im Internet verschiedene Portale zur Auswahl, die alle nützlichen Informationen zum Thema übersichtlich aufgelistet haben. Ob ein Anspruch auf eine Entschädigung besteht, kann in erster Instanz schon auf der Website unverbindlich beim Experten für Fluggastrechte Flightright überprüft werden. Falls der betroffene Fluggast die gesamte Abwicklung ganz in professionelle Hände abgeben möchte, ist dies ebenfalls schnell und unkompliziert über das Internet realisierbar. Die entsprechenden Portale übernehmen die notwendigen bürokratischen Schritte kostenlos und kooperieren dabei mit geschulten Rechtsexperten. Nur im Erfolgsfall behalten die Anbieter einen gewissen Prozentsatz der erhaltenen Entschädigungssumme.

 

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