Pläne zum Weiterbetrieb Schönefeld dürfen weiter verfolgt werden

In jenem Moment, wenn der Hauptstadtflughafen in Betrieb geht, ist er wahrscheinlich schon wieder zu klein. Mehdorn – BER-Chef – möchte deshalb Schönefeld weiternutzen, indem dort Billigflieger abgefertigt werden. Der Aufsichtsrat lässt ihm freie Hand.

Flughafen Berlin-Schönefeld

Wegen Platzmangel könnte der alte Schönefelder Flughafen wegen Mangel an Platz im neuen Hauptstadtflughafen nach seinem Start noch über mehrere Jahre in Betrieb bleiben. Hierfür wurden seitens des Kontrollgremiums bereits im Juni fünf Millionen Euro freigegeben als Planungsmittel. Im Gegenzug muss Mehdorn jeden einen Weg finden, auf dem Gelände die Flugbereitschaft der Bundeswehr mit unterzubringen.

Parallel zum Neubau möchte Mehdorn das benachbarte alte Schönefelder Terminal noch weiter betrieben. Mehdorn steht jedoch in Erklärungspflicht, wo dann der Kontrollbereich und die Flugbereitschaft der Bundesregierung untergebracht werden soll. Der neue Flughafen ist jährlich für 27 Millionen Passagiere vorgesehen. Jedoch warnte Mehdorn, dass unmittelbar nach der Eröffnung nur für 21 Millionen Passagiere ein gelungener Start garantiert werden könne. Die bestehenden Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten aber im vergangenen Jahr bereits 26,3 Millionen Passagiere ab und nach einer Studie müsste der Neubau gut 31 Millionen Passagiere bewältigen. Nun steht Mehdorns Entscheidung im Dezember an, wann der Flughafen (nach vielen Verzögerungen) endlich in den geplanten Betrieb gehen kann. Derzeit werden die Kosten dafür mit einer Summe von 5,4 Milliarden Euro veranschlagt.

Laut Informationen besprach der Aufsichtsrat den Abschlussbericht einer internen Ermittlungsgruppe. Hier wurden die Vergabeverfahren durch den damaligen Technikchef Jochen Großmann genauestens untersucht.

Foto: © Bernd Kröger – Fotolia.com

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