Nach Platzeckrücktritt: Neuer BER-Aufsichtsratschef gesucht

Nach Platzeckrücktritt: Neuer BER-Aufsichtsratschef gesucht

Nachdem Matthias Platzeck seinen baldigen Rücktritt vom Amt des Ministerpräsidenten im Land Brandenburg ankündigte, wird ein Nachfolger für einen weiteren Posten gesucht. Platzeck hat zurzeit auch den Aufsichtsratsvorsitz der „Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg“ inne. Diese Position wird Platzeck, der im Juni einen Schlaganfall erlitten hatte, höchstwahrscheinlich ebenfalls abgeben. Nun werden Forderung laut, dass der Aufsichtsratsvorsitz in Zukunft nicht mehr mit einem Politiker, sondern mit einem Experten besetzt wird.

Matthias Platzeck tritt zurückDer Sozialdemokrat Platzeck hatte den Aufsichtsratsvorsitz erst im Januar von seinem Parteikollegen Klaus Wowereit übernommen. Er kündigte allerdings an, dass er den Posten bis zur Neuwahl eines Nachfolgers behalten wird. Dies soll nach der nächsten Aufsichtsratssitzung geschehen, die am 16. August stattfinden soll. Dabei dürfte es sich um die letzte Sitzung handeln, die von Platzeck geleitet wird. Danach wird er sich zunächst einmal ins ruhigere Privatleben zurückziehen. Auf der daraufhin statt findende Tagung des Aufsichtsrates, die für den 25. Oktober angesetzt ist, dürfte bereits ein Nachfolger bestimmt werden. Dabei müssen sich die drei Gesellschafter der Fluggesellschaft einig werden. An dieser sind das Land Brandenburg und Berlin mit je 37 Prozent beteiligt. Der Bund hält die restlichen 26 Prozent.

Namen sind noch nicht bekannt. Allerdings wird bereits jetzt über den zukünftigen Aufsichtsratsvorsitzenden der Fluggesellschaft debattiert. Dabei werden Forderungen laut, dass der Vorsitz über das Kontrollgremium in Zukunft mit einem Flugexperten besetzt wird. Generell sollen vermehrt Fachleute in den Aufsichtsrat einziehen. Aus diesen Reihen könnte auch der neue BER-Aufsichtsratschef stammen. So forderte Ramona Pop, die als Fraktionsvorsitzende der Grünen im Land Berlin tätig ist, bereits am Montag, den „Aufsichtsrat in ein Experten-Gremium umzuwandeln, das nicht nur politische, sondern auch wirtschaftliche und technische Kompetenz innehat“.

Foto: © openwater – Fotolia.com

­

Hinterlasse ein Kommentar

Your email address will not be published.