Flughafengesellschaft Berlin unter Verdacht: Erhielt eine Baufirma 40 Millionen Euro zu viel?

Wieder verursacht die Flughafengesellschaft für Stürme am Boden. Ein Mitarbeiter der Gesellschaft soll 40 Millionen Euro zu viel an die Firma Imtech gezahlt haben. Notwendige Prüfungen der Beträge sollen dabei nicht getätigt worden sein. Es handle sich hierbei laut der Staatsanwaltschaft um Bestechung und Bestechlichkeit im besonders schwerem Maße. Der Noch- Verantwortliche Geschäftsführer Hartmut Mehdorn versucht die Wogen zu glätten und wiegelt den Korruptionsverdacht strikt ab. Er wies alle Vorwürfe zurück.

© bofotolux - Fotolia.com

© bofotolux – Fotolia.com

Aus rechtlichen Gründen dürfe sich die Flughafengesellschaft nicht zu dem Fall äußern, teilte ein Sprecher derer mit. So heißt es auch, man würde Rechnungen genau überprüfen und auswerten. Es wären keine finanziellen Schäden verursacht worden. Alles nur Ausreden? Die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelt gegen vier ehemalige Mitarbeiter aus der Leitungsebene von Imtech. Ein früherer Bereichsleiter des Flughafens hätte die Millionen ohne weiteres freigegeben und dafür selbst eine hohe Entschädigung erhalten. Das Unternehmen Imtech sitzt in den Niederlanden und ist auf der berühmten BER-Baustelle für die Klima- und Brandschutzanlagen verantwortlich. Mehdorn sieht laut eigener Stellungnahme keinen Grund die geschäftliche Verbindung zu kappen. Obwohl die Firma bereits wegen Bestechung verrufen ist, würde ein interner BER-Prüfbericht die neuen Vorwürfe gegen Imtech belegen.

Nun wird sich der Untersuchungsausschuss des Berliner Parlaments der Sache annehmen. Der Piraten-Abgeordnete Martin Delius bringt die Problematik auf den Punkt und betitelt den Vorfall als Bestechungsskandal, wenn dieser sich bewahrheitet. Laut Mehdorn habe sich das Unternehmen aus den Niederlanden vollkommen erneuert und daher stehe einer Zusammenarbeit nichts im Wege.

 

Hinterlasse ein Kommentar

Your email address will not be published.