Flughafen Schönefeld soll geöffnet bleiben

Flughafen Schönefeld soll geöffnet bleiben

Die legendäre Pannenserie am Berliner Flughafen veranlasste jetzt sogar den Spitzenmanager Hartmut Mehdorn zu einem radikalen Meinungswechsel. Während er vor vielen Jahren den ehemaligen DDR-Flughafen Berlin-Schönefeld als unwürdig und unzumutbar erklärt hatte, möchte er den alten Flughafen jetzt retten.

Flughafen  Berlin-Schönefeld

Foto: © Bernd Kröger – Fotolia.com

Die wundersame Wandlung entsteht durch ein neues Desaster, welches sich am Horizont abzeichnet. Der neue Pleiten-Pech-und-Pannen Flughafen BER könnte in Größe und Kapazität schon wieder zu klein sein, wenn er eröffnet wird. Die vorliegenden Prognosen über die Entwicklung der Beförderungszahlen in den nächsten Jahren weisen bereits jetzt daraufhin, dass BER zu klein ist. Er ist für die Abfertigung und den Transport von 27 Millionen Passagieren pro Jahr konzipiert. Die vorliegenden Prognosen belegen – 30 Millionen wären besser. Tegel und Schönefeld zusammen fertigen allerdings schon jetzt etwa 26,3 Millionen Passagiere pro Jahr ab. Es ist nicht einmal ausgeschlossen, dass selbst 30 Millionen Passagiere pro Jahr eine zu geringe Kapazität sein werden.

Eine nicht endende Problematik, die sich wahrscheinlich in erster Linie bei den Kosten niederschlägt. Eine Erweiterung des Neubaus nach den jetzt vorliegenden Prognosen über das Wachstum der Passagierzahlen würde etwa 750 Millionen bis eine Milliarde Euro mehr kosten, als die schon mehrmals nach oben korrigierte Summe von inzwischen 4,7 Milliarden Euro. Angesichts der Finanzlage in den Berliner Haushaltskassen eine undenkbare Erweiterung.

Wesentlich kostengünstiger würde sich der Umbau des alten, aber funktionierenden Flughafens Berlin-Schönefeld darstellen. Ein Großteil des Geländes und der Start- und Landebahnen gehört ohnehin zum Eigentum von BER. Im Rahmen einer solchen Einsparmöglichkeit kann ein Spitzenmanager schon mal seine Meinung ins Gegenteil ändern.

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