Flughafen der Superlative bis hin zum Fahnenmast

Der Eröffnungstermin des BER ist nach wie vor nicht bekannt. Man kann davon ausgehen, dass der Hauptstadtflughafen dann, so wie er bisher geplant war, zu klein ist. Flughafenchef Mehdorn will laut „Bild am Sonntag“ deshalb etwa 1,3 Milliarden Euro in die Erweiterung des Hauptterminals investieren. Die genannte Quelle, vertrauliche Akten der Berliner Flughafengesellschaft, gibt weitere 430 Millionen Euro als zu erwartende Ausgaben für Ausbau und Reparaturen von Rollwegen und Landebahnen an. Der Aufsichtsrat hat diese Pläne noch nicht genehmigt. Das könnte jedoch beim nächsten Treffen des Gremiums im Dezember passieren. Zu diesem Zeitpunkt will Hartmut Mehdorn den Eröffnungstermin bekannt geben. Experten zufolge wird dieser nicht vor 2016 liegen.

© bofotolux - Fotolia.com

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Bisher wurden von der jetzigen Flughafengesellschaft Mehrkosten von 5,4 Milliarden Euro für die Fertigstellung genannt. Gebilligt, aber noch nicht bewilligt haben die Gesellschafter Berlin, Brandenburg und der Bund bislang 1,1 Milliarden. Der Zustimmung der EU-Kommission bedarf es ebenfalls. „BamS“ schreibt von einer geplanten dritten Start- und Landebahn, die allein schon eine Milliarde kosten wird. Als weitere Kostenpunkte für eine Lärmschutzhalle, Ausbau der Gepäckanlagen und Umbau der Eingangshalle werden jeweils Beträge zwischen 20 und 130 Millionen Euro genannt.

Angesichts solch schwindelerregenden Summen scheinen die jeweils für eine halbe Millionen veranschlagten Kosten für eine Willy-Brandt-Statue und einen Fahnenmast von 60 Meter Höhe, der der Orientierung der Besucher dienen soll, nicht überzogen.

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