BER-Aufsichtsrat durch externen Verantwortlichen

Mit dem Verzicht des künftigen Senatschef Michael Müller muss der Vorsitz im Flughafen-Aufsichtsrat neu besetzt werden. Anstelle von Müller einigte sich dieser mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, auf einen externen Leiter des Gremiums.

BER

© cirquedesprit – Fotolia.com

Der letzte Vorsitzende des BER-Aufsichtsrates war der amtierende Bürgermeister Berlins. Nun steht allerdings fest, dass der zukünftige Nachfolger Wowereits, Michael Müller sein Amt als Chef nicht antreten würde. Aufsichtsratsmitglied möchte Müller allerdings bleiben, teilte er der Berliner Zeitung mit. Die Einigung zwischen Dietmar Woidke (SPD Ministerpräsident Brandenburg) und Klaus Müller erfolgte rasch. Ein externer Experte soll in Zukunft das höchste Gremium der BER-Flughafengesellschaft leiten.

Bereits im Sommer 2013 gab es bezüglich des Chefpostens im Aufsichtsrat eine ähnliche Diskussion. Damals gab Matthias Platzeck (SPD) neben seinem Amt als Ministerpräsident, auch den Posten als Aufsichtsratsleiter auf. Bereits zu diesem Zeitpunkt forderte Christian Amsinck (UVB-Hauptgeschäftsführer): „Die Zeit ist gekommen, einen externen Fachmann in die Führungsetage zu berufen.“ Ebenso ließ er verkünden, dass eine „angemessene“ Vergütung bei dieser Entscheidung kein Tabu sein dürfe.

Die Diskussion, ob das Land Brandenburg mit Minister im Aufsichtsrat und Woidke vertreten sein würde, ist im vollen Gange. Gerlinde Krahnert zur derzeitigen Situation: „Der Prozess der Meinungsbildung ist noch nicht abgeschlossen, bereits am Dienst wird sich das Kabinett erneut mit der Thematik befassen.“

Am 12. Dezember 2014 ist eine Tagung des Aufsichtsrates festgelegt. Ein sogenanntes „Terminband“ für die Fertigstellung des Flughafens Berlin soll vorgelegt werden. Mehdorns Zukunft als Flughafenchef ist ungewiss, Konflikte mit Gesellschaftern und Behörden führen zu starken Belastungen.

Hinterlasse ein Kommentar

Your email address will not be published.