Flugrouten BER

Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung gab die neuen Flugrouten über Berlin Brandenburg von dem neuen Großflughafen BER bekannt. Demnach sollen startende Maschinen den Müggelsee überfliegen. Von der Nordbahn aus werden Flugzeuge geradeaus über den Stadtteil Blankenfelde fliegen. Verschiedene Flugziele werden über den Wannsee aber auch südlich von Potsdam vorbeiführen.

Folgen der neuen Flugrouten

Durch das Überfliegen vom Müggelsee durch startende und landende Flugzeuge besteht eine Doppelbelastung laut Lärmgutachten des Umweltbundesamt. Erlaubt sind hier bis zu 122 Überflüge für alles Ziele im Norden und Westen. Hier wird es zu mehr Fluglärm kommen, da immer gegen den Wind gestartet wird und somit die Flugzeuge bei Ostwind den Müggelsee überfliegen werden. Über fünfzig Abflügen werden über dem Gebiet von Wannsee, Teltow, Lichterfelde und Wannsee stellen eine wesentliche Entlastung im Südwesten von Berlin dar. Auch über Potsdam gibt es eine Entlastung des möglichen Fluglärms, da besonders große Flugzeuge an der Landeshauptstadt vorbei geführt werden.

Maßnahmen zur Entlastung verschiedener Gebiete

Durch die höhere Anzahl von Flügen über den Müggelsee wurden die Fluganzahl über Erkner entlastet. Für Piloten der startenden Flugzeuge wurde eine Absprache gefunden, durch den Flug einer scharfen Südkurve die Gebiete über Zeuthen und Eichwalde weniger zu belasten. Auch die Frage der Parallelstarts zur Entlastung soll geprüft und in Spitzenzeiten umgesetzt werden.

Gewährleistung der Funktionalität

In der Planung wurden grundlegend der unabhängige Parallelbetrieb des Flughafens Willy Brandt verfolgt. Die Kompromisslösung der neuen Flugrouten schließt dieses Konzept vollständig mit ein. Somit folgt der neue Flughafen der Prognose als Wirtschafts- und Jobmotor. Dies ist aber nur mit einem vollfunktionalen, leistungsfähigen Flughafen möglich. Deshalb ist in Spitzenzeiten und Tagesrandzeiten ein Parallelbetrieb zwingend notwendig. Die Flughafengesellschaft bezieht sich hier auf eine detaillierte Bedarfsanalyse. Durch den Parallelbetrieb wird eine genau festgelegte Routenführung ermöglicht und somit auch eine Entlastung der umliegenden Regionen bewirkt. Hier ist also grundsätzlich die Wirtschaftlichkeit mit dem geforderten Lärmschutz der Anwohner optimal kombiniert.

Quelle: http://www.bz-berlin.de/

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